Freitag – 06.03.2026 – Eröffnungsfeier
Mit einer feierlichen Zeremonie im historischen Amphitheater von Verona sind am Freitagabend die Paralympischen Winterspiele MILANO CORTINA 2026 offiziell eröffnet worden. Um 21:19 Uhr erklärte Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella die 14. Ausgabe der Paralympischen Winterspiele für eröffnet.
In den kommenden neun Tagen kämpfen 611 Athlet:innen aus 55 Nationen in 79 Medaillenentscheidungen um Edelmetall. Auf dem Programm stehen Bewerbe in Para-Ski Alpin, Para-Langlauf, Para-Biathlon, Para-Snowboard, Para-Eishockey und Rollstuhl-Curling. Die Spiele markieren zugleich das 50-jährige Jubiläum der Paralympischen Winterspiele, die 1976 erstmals ausgetragen wurden.
Bei der Eröffnungsfeier in Verona liefen Delegationen aus 28 Nationen symbolisch in die Arena ein. Aufgrund der großen Distanzen zwischen den Austragungsorten Verona, Mailand, Cortina und Tesero wurde der traditionelle Einzug der Teams in angepasster Form durchgeführt: Freiwillige trugen die Flaggen der Nationen in die Arena, während auf der Videowand Impressionen der Teams gezeigt wurden.
Paralympics-Präsident Andrew Parsons betonte in seiner Rede die besondere Kraft der Paralympischen Bewegung. „In einer Welt, in der manche Länder eher unter den Namen ihrer Staatschefs bekannt sind, ziehe ich es vor, Länder unter den Namen ihrer Sportler zu kennen“, sagte der Brasilianer.
Die ersten Medaillenentscheidungen stehen bereits am Samstag auf dem Programm. Im Para-Ski Alpin werden in Cortina die ersten Abfahrtsrennen ausgetragen.
Quelle: Österreichisches Paralympisches Committee
Donnerstag – 12.03.2026 – Riesentorlauf
Riesentorlauf Damen: 8. Christina Obwexer
Top-10 beim Paralympics-Debüt
Diese Feuertaufe ist gelungen! Christina Obwexer und Laura Streng feierten beim Riesentorlauf bei den Paralympischen Winterspielen MILANO CORTINA 2026 ihre Paralympics-Premiere. Obwexer landet in der sitzenden Klasse als Achte auf Anhieb in den Top-10, Laura Streng wird 15.
„Ein unbeschreibliches Gefühl – alles, was ich mir vorgenommen habe, ist aufgegangen. Es ist einfach cool, hier vor diesem Publikum ins Ziel zu fahren“, sagt Christina Obwexer nach Rang acht im Riesentorlauf. Während im ersten Durchgang noch die Nervosität überwog, lief es im zweiten Run des Tages rund: „Da ist alles aufgegangen, was ich mir vorgenommen habe. Dass es am Ende Rang acht geworden ist, ist einfach richtig schön.“ Besonders beeindruckt zeigte sich die Debütantin von der Atmosphäre: „Die Tribünen sind voll, die Leute jubeln – normalerweise sieht man so etwas nur im Fernsehen. Das macht einfach Lust auf mehr.“ Unterstützung gab es dabei auch von der Familie und Freunden, die den Weg nach Cortina auf sich genommen hatten: „Viele sind extra angereist, um uns zu unterstützen. Das bedeutet mir extrem viel.“
Auch Laura Streng erlebte im Riesentorlauf ihr Paralympics-Debüt. „Am Anfang war ich schon sehr aufgeregt. Auch nach dem ersten Lauf war die Nervosität noch da. Im zweiten Durchgang konnte ich es dann mehr genießen und war einfach glücklich, im Ziel zu sein“, sagte Streng.
Die Stimmung entlang der Strecke war für sie ein besonderes Highlight: „So viele Zuschauer bin ich von unseren Rennen gar nicht gewohnt. Wenn man ins Ziel fährt und so viel Applaus hört, macht das richtig Spaß.“
Und die Premiere macht Lust auf mehr: „Bei so einem großen Event nimmt man unglaublich viel mit. Das motiviert, weiter hart zu trainieren – vielleicht steht man dann in vier Jahren wieder hier.“
Quelle: Österreichisches Paralympisches Committee



